Organisationsberatung

In einer Organisation treffen Menschen mit ihren individuellen Lebensgeschichten aufeinander, um eine Rolle im Dienst einer übergeordneten Aufgabe zu erfüllen.
Die Wahrnehmung der primären Aufgabe, der eigenen Rolle, und das Zusammenspiel der verschiedenen Untergruppen in einem größeren Ganzen – wie auch dem weiteren gesellschaftlichen Umfeld – wirken sich allesamt auf die Effizienz und 'Gesundheit' des Unternehmens, der Zusammenarbeit und Zufriedenheit aller Beteiligten aus. Wenn unbewusste Konflikte und Ängste unter der Oberfläche wirksam sind, führt dies oft zu Strukturen und einer Zuteilung von Arbeitsaufgaben, die der Abwehr dienen und die eigentliche Arbeitsaufgabe behindern.

Meinem Verständnis von Organisationsberatung liegt das 'Tavistock Modell' von 'consultancy' zugrunde, welches eine psychoanalytische, gruppendynamische und systemanalytische Perspektive im Beratungsprozess mit einbezieht.

Hier geht es um die Erforschung unbewusster Aspekte, die Blockaden, Frustrationen und Unzufriedenheiten am Arbeitsplatz zugrunde liegen können. Der psychoanalytische Aspekt  fokussiert auf die emotionale Realität der Arbeitswelt, auch die von außen – der Gesellschaft - zugeschriebenen Funktionen, die oft einen beträchtlichen Druck und Belastung auf die Betroffenen ausüben können.
Der gruppendynamische Aspekt bezieht sich auf die dynamischen Kräfte, die sich im Spannungsfeld zwischen Individuum und Gruppe bzw. zwischen verschiedenen Untergruppen in einem größeren Ganzen entwickeln können.  
Dem systemischen Aspekt liegt ein Verständnis von Organisationen als offenen Systemen zugrunde, bei dem der Fokus auf der primären Aufgabe, der Rolle und dem Management von Grenzen liegt.